Der geplante Gipsabbau am Winkelberg – Teil 5: Keine Rohstoff-Alternative zur Gewinnung von Naturgips

Die besonderen Qualitäten der hochwertigen Naturgipse können auch nicht durch REA-Gips ersetzt werden, da dessen stoffliche Eigenschaften maßgebend von denen der Naturgipse abweichen. REA-Gips ist zwar ein qualitativ hochwertiges Material, unterscheidet sich jedoch in seiner Konsistenz, seinen physikalischen Eigenschaften sowie dem Erscheinungsbild und seiner Beständigkeit deutlich von trockenem stückigem Naturgips. REA-Gips wird daher, soweit möglich, für geeignete Produkte bereits im Spezialgipswerk Ellrich eingesetzt. Jedoch ergeben sich auf Grund der genannten stofflichen Eigenschaften maßgebende technische und stoffliche Einschränkungen in der Einsetzbarkeit zur Herstellung von Spezialgipserzeugnissen, die seine Einsatzmöglichkeiten hier erheblich beschränken bzw. ausschließen. In Konsequenz der energiepolitischen Wende kommt hier noch der folgende Umstand hinzu: Auf Grund des bereits spürbaren Zurückdrängens auch fossiler Energieträger ist der Anfall von REA-Gips aus den Filteranlagen der Kraftwerke tendenziell rückläufig. Dieser Trend wird sich mit dem weiter zunehmenden Anteil regenerativer Energien zukünftig weiter fortsetzen und verstärken. Damit wird die Verfügbarkeit von REA-Gips in einem erheblichen Umfang weiter abnehmen. (mehr …)

3. Harztor-Lauf – Gesellschaftliches Engagement der Harzer Gipsunternehmen

Der 3. Harztor-Lauf fand am 17.04.2016 erfolgreich mit insgesamt 531 Startern in den vier Wertungsläufen und 71 Kinder beim Bambini-Lauf statt. Erfolgreich haben sich alle Läufer und Mitstreiter bei  wunderbarem Wetter geschlagen und auch den Besuchern wurde ein großes, abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten. Das Duo „Claudy Blue Sky“ und das Trio „Die Zuckermadln“ sorgten für gesangliche Highlights, die „Arreelini Belly Dancers“ zeigten eine beeindruckende Tanzperformance und die Mitglieder des „Zirkus Zappelini“ begeisterten mit akrobatischen Kunststücken und Jonglage und luden die Besucher zum Mitmachen ein. Mehr Infos zur Veranstaltung finden sich auf der Webseite www.harztorlauf.de.

Die drei Harzer Gipsunternehmen Knauf, CASEA und St. Gobain Formula unterstützen die Veranstaltung im Rahmen ihres gesellschaftlichen Engagements für die Region.

Die größten Irrtümer über Gips

Die Zukunftsfähigkeit von Gips und Gipsbaustoffen in der Architektur ist seit Jahrtausenden durchgängig sichtbar. Bauprodukte und -systeme aus Gips haben die Philosophie moderner Leichtbauweisen mitgeprägt und gehören heute zum Alltag auf Baustellen – was die Fachwelt kaum mehr bezweifelt. Trotz allem sind vereinzelt Bau(ern)weisheiten anzutreffen, die über Gips Überraschendes zu Tage fördern. Was ist dran an diesem „Expertenwissen“?

Gips „keinesfalls in Küche und Bad“

Die Vorteile der Gipsbaustoffe können für alle Innenräume im Wohnungsbau sowie für alle Räume mit wohnähnlicher Nutzung außerhalb des Wohnungsbaus genutzt werden (Hotels, Krankenhäuser, Schulen). Dies gilt ausdrücklich auch für häusliche Küchen und Bäder. Denn in diesen Räumen ist nicht mit einer andauernden und starken Feuchtebelastung durch Wasserdampf, sondern nur mit gelegentlichem Spritzwasser und kurzzeitig erhöhter Luftfeuchte zu rechnen, die für Gips keine Beeinträchtigung darstellen. Lediglich in gewerblichen Feuchträumen wie Großküchen oder öffentlichen Duschen dürfen keine Gipsbaustoffe eingesetzt werden.

Gips kann „keine Fliesen“

Hartnäckig beharrt noch manch ein Fliesenleger darauf, dass Fliesen oder Bekleidungen aus Natursteinplatten nicht auf Bauteilen aus Gips verlegt werden können. Das einschlägige Merkblatt „Hinweise für die Ausführung von flüssigen Verbundabdichtungen mit Bekleidungen und Belägen aus Fliesen und Platten für den Innen- und Außenbereich“ des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe nennt jedoch für Fliesen in häuslichen Küchen und Bädern ausdrücklich auch Gipsputze, Gips-Wandbauplatten sowie Gipsplatten als geeignete Untergründe. (mehr …)