ZDF – Kurz-Video zum Gipsabbau im Südharz

In der Sendung „heute – in Deutschland“ am 8. August 2016 um 14 Uhr wurde ein kurzer Video-Beitrag zum Gipsabbau übertragen.

Das Video kann unter folgenden Link eingesehen werden (zuletzt abgerufen am 12.9.16):

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/sendung-verpasst#/beitrag/video/2806128/Streit-um-Gipsabbau-im-Südharz

 

Der geplante Gipsabbau am Winkelberg – Teil 8: Schutzgut Boden

Mit der Inanspruchnahme des Gewinnungsfeldes ist eine zwar schrittweise erfolgende, aber letztlich vollständige Beseitigung der natürlichen Bodenhorizonte verbunden. In diesem Umfang gehen die derzeitigen bodenökologischen Funktionen (z.B. Filter-, Transformator- und Lebensraumfunktion) auf der betroffenen Fläche über einen längeren Zeitraum verloren.

Zur Minimierung entsprechender Beeinträchtigung sollen eine getrennte Abtragung des Oberbodens und eine Zwischenlagerung an geeigneten Orten im Randbereich des Tagebaus erfolgen.

Im Rahmen der Renaturierung und Vorbereitung der Folgenutzung soll das zwischengelagerte Bodenmaterial dort, wo dies technisch möglich und fachlich sinnvoll ist, wieder eingesetzt werden. Damit können die ursprünglichen Bodenfunktionen im Bereich des Gewinnungsfeldes teilweise wiederhergestellt werden. Auf anderen Teilflächen werden dagegen mit der dauerhaften Schaffung von Fels- und Rohbodenstandorten als Lebensraum für Tiere und Pflanzen andere naturschutzfachliche Folgenutzungsziele im Vordergrund stehen. Letztlich werden nicht sämtliche Beeinträchtigungen des Schutzgutes Boden im Gewinnungsfeld selbst vermieden, minimiert oder kompensiert werden können. Dem kann mit zusätzlichen geeigneten Maßnahmen außerhalb des unmittelbaren Vorhabensstandortes begegnet werden.

Gegenstand der weiteren Untersuchungen wird außerdem die Ermittlung etwaiger indirekter Vorhabenswirkungen auf den Boden und ggf. erforderlicher Vermeidungs-, Minimierungs- und Kompensationsmaßnahmen sein. Dies betrifft u.a. Staubimmissionen und Veränderungen des Wasserhaushalts.

Dieser Beitrag ist Teil einer mehrteiligen Serie, die die das geplante Vorhaben zur Rohstoffgewinnung am Winkelberg näher darstellen soll. Eine umfängliche Beschreibung des geplanten Vorhabens findet sich im Service-Bereich dieser Webseite im Unterbereich „Links“ (Dokument „Vorhabensbeschreibung“).

Der geplante Gipsabbau am Winkelberg – Teil 7: Schutzgut Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt

Potentielle Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt ergeben sich insbesondere aus der bergbaulichen Flächeninanspruchnahme, weil die im Gewinnungsfeld existierenden Lebensräume im Vorfeld des Gewinnungsbetriebes zunächst schrittweise beseitigt werden müssen. Der CASEA GmbH ist hierbei auch bewusst, dass sich das Gewinnungsfeld in einem sensiblen Naturraum befindet und seine derzeitige naturschutzfachliche Bedeutung über diejenige von intensiv wirtschaftlich genutzten Flächen (z.B. Ackerland im Bereich der Zuwegung) deutlich hinausgeht.

Mit der Flächeninanspruchnahme verbundene Beeinträchtigungen bedürfen daher der Realisierung entsprechender geeigneter Vermeidungs-, Minimierungs- und Kompensationsmaßnahmen. Daher ist eine Abbauführung beabsichtigt, mit der bereits in einem überschaubaren Zeitraum nach Abbaubeginn mit der Renaturierung begonnen werden kann. Damit kann sichergestellt werden, dass zu keinem Zeitpunkt das gesamte Gewinnungsfeld als Lebensraum von wildlebenden Tieren und als Pflanzenstandort entzogen wird. In Ergänzung dazu ist die Folgenutzung des Tagebaus zu nennen. Diese soll insbesondere unter naturschutzfachlichen Gesichtspunkten geplant werden. Nicht naturverträgliche wirtschaftliche Nutzungen nach dem Abbau sollen dagegen ausgeschlossen bleiben. Wie aus anderen Tagebauen vielfach dokumentiert ist, besteht damit die Chance hochwertige Lebensräume neu zu entwickeln, deren Struktur und Ausstattung sich zwar deutlich vom ursprünglichen Zustand unterscheiden wird, wobei die Artenvielfalt aber durchaus über derjenigen der ursprünglich beanspruchten Lebensräume liegen kann. (mehr …)