Wirtschaftliche Bedeutung der Gipsindustrie im Südharz gestiegen

Mehr Wertschöpfung, mehr Arbeitsplätze, mehr Steuern

Die wirtschaftliche Bedeutung der Gipsindustrie im Südharz
ist in den letzten vier Jahren erheblich gestiegen. Das ist das Ergebnis einer
Untersuchung, die DIW Econ (das Beratungsunternehmen des Deutschen Instituts
für Wirtschaftsforschung, Berlin) heute (Freitag, 6.9.2019) in Erfurt vorgelegt
hat. Danach hat die gesamte Bruttowertschöpfung, die von der Gipsindustrie im
Südharz ausgeht, seit 2014 um 18 Prozent auf 108,7 Mio € im Jahr 2018 zugenommen.
Die Zahl der Beschäftigten wuchs um 23 Prozent auf 1 647. Auch das gesamte
Aufkommen an Steuern und Sozialbeiträgen ist angestiegen, und zwar auf 57,3 Mio
€. Die Beträge der Unternehmen im Bereich freiwilliger sozialer Engagements
erfuhren mit 41 Prozent ebenfalls einen erheblichen Zuwachs auf 155 000 Euro.

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„Deutschlands künftiger Gips-Bedarf“

Zukunft der heimischen Gips-Rohstoffsicherung

Im deutschen Bauwesen, welches bis zu 75% von mineralischen Rohstoffen abhängig ist, ist der Rohstoff Gips ein nicht ersetzbarer Baustoff. Gips ist der zentrale Baustoff für die modernen Trocken- und Leichtbauweisen, die ressourceneffizientes, nutzungsflexibles, preiswertes, brandsicheres und schnelles Bauen ermöglichen. Gipsprodukte (z.B. Gipskartonplatten) sind in allen Bauten und Bauweisen vertreten und kommen bei nahezu jedem Innenausbau zum Einsatz. Gipsbaustoffe bieten Lösungen an, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen und Wohnraumpotentiale durch Nachverdichtungen sowie Aufstockungen in urbanen Ballungszentren zu heben. Die Gipsrohstoffe werden heute aus REA-Gips aus der Rauchgasentschwefelung von Kohlekraftwerken, welcher seit mehr als 30 Jahren die natürlichen Gips-Ressourcen schont, und abgebautem Naturgips/-anhydrit gewonnen. Zunehmend werden diese beiden Rohstoffe auch durch Recycling-Gips (RC-Gips) ergänzt.

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Respekt vor der Natur – wie geht das?

Wir Firmen, die wir in Thüringen und anderswo Gips abbauen, haben Respekt vor der Natur. Deshalb werden beendete Abbaufelder unmittelbar renaturiert, also der Natur zurückgegeben. Meist gehen wir dabei über die Verpflichtungen hinaus, die uns in den sogenannten „landschaftspflegerischen Begleitplänen“ einer Abbaugenehmigung gesetzlich auferlegt sind. Auch wir wollen, dass sich aus den Steinbrüchen rasch ökologisch […]

Der Gips, den wir abbauen, ist für Sie!

Gips ist vielfältig: Als einfach zu beherrschendes,
wirtschaftliches, kreatives und leichtes Baumaterial ermöglicht er eine baubiologisch
gesunde und sichere Wohnumgebung. Spezialgipse braucht man auch in der Medizin
oder für die Herstellung von Lebensmitteln.  Aus diesen Gründen wird Gips seit
Jahrhunderten eingesetzt.

Beim Bau von Wänden, Decken und Böden und im modernen
Innenausbau ermöglichen Gipsprodukte rationelle Trockenbauweisen und eine zeitgemäße
Funktionstrennung von […]

Recyclinganlage soll in Betrieb gehen

Mehr als zufrieden blickt André Materlik, der Werkleiter von Knauf in Rottleberode, auf das vergangene Jahr zurück. “Wir haben mit fast 900.000 Tonnen Rohsteinförderung den höchsten Wert seit der Wende erreicht. Das ist dreimal mehr als vor 20 Jahren”, berichtet Materlik…

Ähnlich erfolgreich sehen die Zahlen mit 200.000 Tonnen bei Putzen und in der Plattenproduktion mit 14 Millionen Quadratmetern aus. Die 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellten so viele Platten her, dass damit etwa 20.000 Fußballfelder bedeckt werden können.
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Neue Mitarbeiter im Werk Ellrich

Die steigende Nachfrage nach hochwertigen Spezialgipsprodukten hat auch Auswirkungen auf das Casea-Werk am Firmensitz in Ellrich. Dort wird die Produktion ausgeweitet. Zum Jahresstart konnte Geschäftsführer Andreas Hübner deshalb sieben neue Mitarbeiter begrüßen, die künftig im Leitstand und in der Instandhaltung tätig sein werden und die bisherige Stammbelegschaft verstärken…

Geplant ist, ab April dieses Jahres die Brennbetriebe im
vollkontinuierlichen Schichtbetrieb auch am Wochenende zu betreiben. Der
Abbau von Naturgips wird dadurch aber nicht ansteigen: Casea hatte
bereits 2013 in die Möglichkeit investiert, das Werk anteilig für
bestimmte Produkte mit REA-Gips aus Kohlekraftwerken zu betreiben und
ersetzt nunmehr etwa ein Viertel des benötigten Jahresbedarfs an Gips
aus dieser Quelle. […]

REA-Gips wird knapp

Die Abschaltung der Braunkohlekraftwerke ist für die Gipsproduktion ein großes Problem, denn Sie produzieren mit der gekoppelten Schadstoffreduktion im Emissionskreislauf den künstlichen REA-Gips.

Falls diese Quelle versiegt, ist die Gipsindustrie nur mit einem erhöhtem Abbau der natürlichen Reserven zu erhalten.

Lesen sie dazu den Spiegel-Artikel vom 21. September. Hier

Vor 100 Jahren begann der Gipsabbau am Kohnstein

Carl Bosch gründete 1917 das Gipswerk in Niedersachsenwerfen.

Kompromisssuche wird fortgesetzt

In der gerichtlichen Auseinandersetzung von CASEA gegen den gegenwärtig gültigen Regionalplan hat das Thüringer Oberverwaltungsgericht mit seinem kurz vor Weihnachten 2017 verkündeten Urteil die Vorranggebiete Freiraumsicherung FS-56 und FS-70 des Regionalplans Nordthüringen für unwirksam erklärt.

Damit entfallen die Zielwirkungen der betreffenden Vorranggebiete, wonach eine Rohstoffgewinnung in den betreffenden Gebieten bisher ausgeschlossen war. Betroffen sind insoweit die Bergwerkseigentumsflächen

[…]

Gips umweltverträglich abbauen

Die Gipsindustrie gewinnt in Deutschland den Rohstoff Gips. Sie setzt dabei auf eine nachhaltige und umweltverträgliche Entwicklung. Heute und auch in Zukunft. Davon profitieren nicht zuletzt auch die Gewinnungsstätten selbst. Selbst Naturschützer erkennen die Renaturierungs- und Rekultivierungsaktivitäten der Gipsbranche an.

Gips wird unter anderem in Steinbrüchen gewonnen. Damit der Rohstoff abgebaut werden kann, müssen zunächst die Anforderungen an den Emissionsschutz erfüllt und die rechtlichen Bestimmungen des Bergrechts beachtet werden. Nach dem Abschluss der Gewinnung von Gipsgestein – vor allem im Tagebau – sichert die Gipsindustrie in enger Absprache mit den Bürgern und örtlichen Behörden, aber auch in engem Kontakt mit Naturschutzinitiativen und -verbänden die Folgenutzung der ehemaligen Abbauflächen. Die wichtigsten Schritte sind dabei die zeitnahe Wiederherrichtung des Geländes sowie langfristige Maßnahmen zu Rekultivierung und Renaturierung. […]